Freitag, 19. August 2016

Rowling, Tiffany, Thorne: Harry Potter and the Cursed Child

Wie ich aus Vorsicht nichts erwartet habe und positiv überrascht wurde







Fünf Seifenblasen. Als ob ein Harry Potter jemals weniger von mir kriegen würde. Diese Rezension könnte wahrscheinlich kaum subjektiver sein. Harry Potter kann ich einfach kaum schlecht bewerten.

Handlung

Die achte Harry-Potter-Geschichte ist ein Theaterstück und das Buch beinhaltet das Skript, im Wesentlichen also Dialog. Neben Harry spielt besonders sein Sohn Albus die Hauptrolle. Der Leser oder Zuschauer begleitet ihn durch Abenteuer in und um Hogwarts. Der junge Albus versteht sich nicht gut mit seinem berühmten Vater und unternimmt eine waghalsige Reise, um Harrys Fehler aus der Vergangenheit wieder auszumerzen. Er hört Amos Diggory, wie dieser den Tod seines Sohnes Cedric beim Finale des Trimagischen Turniers beklagt, und der Junge setzt sich in den Kopf, Cedric zu retten.

Meinung

Man muss bei der Lektüre natürlich immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um ein Skript handelt und es nicht wirklich mit den anderen sieben Büchern vergleichbar ist. Ich mochte an den Büchern unter anderem die vielen Details und Bemerkungen, die Joanne K. Rowling einstreut. Die Kreaturen und Wunderlichkeiten von Hogwarts, der ganze Aufbau der magischen Welt, die vielen Charaktere mit vielschichtigen Persönlichkeiten.

In The Cursed Child dominiert die Handlung. Der Spannungsbogen steigt während Albus‘ Abenteuer immer weiter an. Dadurch, dass das Buch hauptsächlich aus Dialog besteht, muss man sich die Aufregung ein bisschen selber denken. Vieles wird erst über die Aussagen klar, wo in den anderen Büchern beschrieben wird, welche Spannenden Katastrophen geschehen. Davon abgesehen aber steigert sich die Handlung bis zum Ende und hat mich an die Geschichte gefesselt. Auch Harry, Ron und Hermine kommen nicht zu kurz und haben einige Szenen, die sie in Action zeigen und in alter Manier: draufgängerisch, humorvoll und intelligent. Was mir gut gefallen hat ist, dass viele Szenen in Hogwarts spielen und, ihr werdet sehen, viele Szenen denen in den alten Büchern sehr ähnlich sind.

Die  Hauptfigur Albus ist Harry sehr ähnlich, er geht Risiken ein um für das zu kämpfen, was er für richtig hält. Gleichzeitig ist er, das muss man sagen, wie Harry zuvor eher flach, er entwickelt sich nicht. Das gilt hier auch für die anderen Figuren, was allerdings in diesem Fall nicht schlimm ist. Im Gegenteil habe ich mich gefreut, Harry, Ron und Hermine so anzutreffen, wie sie mir in Erinnerung geblieben sind. Dem Draufgänger Albus stellen die Autoren Draco Malfoys Sohn Scorpius als Gefährten. Er ist sehr klug und bedachter als sein Freund. Gemeinsam bilden sie somit ein Team, das dem alten Dreiergespann den Rang ablaufen könnte.

Das Thema könnte magischer kaum sein und ich will gar nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall kommen die Freunde der Hexerei und Zauberei hier auf ihre Kosten.

Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die kleinen eingestreuten Kommentare, in Klammern oder kursiv gedruckt, die dem Leser (und natürlich dem Regisseur) zwischendurch näher bringen, wie die Figuren sich fühlen und was ihre Beweggründe sind. Ganz im Stile Rowlings sind sie witzig und durchdacht und bringen der Geschichte noch etwas mehr Tiefgang.

Insgesamt also ein sehr gutes Buch in einem Format, an das man sich erst gewöhnen muss. Davon abgesehen aber ist es eine weitere magische Harry-Potter-Geschichte, die es sich wahrscheinlich auch anzuschauen lohnt!

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