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18. November 2015

Ein neues Praktikum



Hallo liebe Leute!
Auf der Karriereleiter mache ich jetzt einen Schritt zur Seite. Man will ja nicht stehen bleiben, wo man ist. Versuche ich es halt auf den Sprossen nebenan.

Man sagte mir, bei einem Mindestlohn, der auch für Praktikanten mit Abschluss gilt, hätten Leute wie ich, die nichts können, ja gar keine Chance. Danke.
Ich weiß nicht, was ich noch können soll, beziehungsweise wie ich denn etwas lernen soll. Allerdings habe ich bereits Praktika gemacht und hatte mir mein Leben nach dem Masterabschluss dann doch anders vorgestellt, als unterbezahlte Praktika zu machen.

Aus einer Laune heraus bewarb ich mich dennoch für bezahlte Praktika und habe tatsächlich eines bekommen :-) Das Vorstellungsgespräch dort war sehr nett und amüsant, eigentlich habe ich gar nicht so viel erzählt, sondern nur zugehört und mir das gesamte Haus zeigen lassen. Aber hinterher weiß ich sowieso nie mehr so genau, was ich eigentlich gesagt habe :-D Es war tatsächlich wirklich nett und so langsam habe ich auch die Angst vor Vorstellungsgesprächen komplett verloren. Man merkt schnell, dass das alles auch nur Menschen sind und dass Sympathie zählt. Ich glaube auch, dass es gut werden kann, und freue mich auch schon!

Ich werde also drei Monate Praktikum in einer PR-Abteilung machen und hoffentlich endlich etwas lernen, das mich weiterbringt. Irgendetwas außer Korrekturlesen, Pressemappen, Pressetexte, Social Media, Wordpress, Microsoft Office, HTML, Organisation, Kreativität, Teamfähigkeit, Flexibilität und der Bereitschaft, meine Seele zu verkaufen :-P

Das Ganze hat zur Folge, dass ich jetzt für die Zeit woanders wohne und nicht mein komplettes Bücherregal mitnehmen kann - dazu bald mehr.

Ich bin gespannt ;-)

13. November 2015

Alles neu - alles glänzt




Zum Thema Bewerbungen habe ich mit einer Freundin telefoniert, die eine Maßnahme vom Jobcenter mitgemacht hat. Sie hat mir einige Tipps gegeben, was meine Bewerbungsunterlagen angeht. Sie hat mir Punkte genannt, die ich einheitlicher gestalten könnte, die sind mir gar nicht aufgefallen. Außerdem meinte sie, ein wiederkehrendes Element wie eine bestimmte Farbe sei interessant.

Zusätzlich habe ich im Lebenslauf rumgewerkelt. Mein Auslandssemester habe ich weiter oben angesiedelt, bei den Praktika meine Aufgaben und Verantwortungen aufgeführt. Alle anderen Anordnungen werde ich einfach nach und nach ausprobieren.

Außerdem habe ich ein neues Foto machen lassen, richtig seriös mit allem Drum und Dran.

Zu guter Letzt habe ich eine kreative Seite eingefügt, hinter das Anschreiben, die jeweils mit dem angestrebten Job zu tun hat. Was das genau ist, unterscheidet sich dann natürlich von Bewerbung zu Bewerbung.

Und ich hoffe, das klappt dann. Was genau richtig ist, kommt ja auch auf beiderlei Parteien an. Ich werde einfach alle Möglichkeiten ausprobieren und ausschöpfen, und irgendwann passe ich dann in ein Unternehmen, dem es gefällt, wie ich meine Unterlagen gestaltet habe.



Was die Gespräche betrifft, bleibe ich bei meiner bisherigen Strategie.
Ich informiere mich über den Job und den Arbeitgeber und notiere mir Fragen oder Anhaltspunkte, die mir wichtig erscheinen. Doch mir persönlich liegt es am besten, auf die Fragen zu meiner Person spontan zu antworten, damit fühle ich mich am wohlsten, weil ich vorher nicht aufgeregt alles in meinem Kopf herunter rattere. Zudem komme ich mir selbst dann am natürlichsten vor, und ich möchte ja nicht, dass ich hinterher ein völlig anderer Mensch bin und das Unternehmen bereut, jemanden eingestellt zu haben, der doch nicht zu ihm passt. 

Ich bin also wieder guter Hoffnung :-)

Wie geht es euch mit solchen Dingen?


28. Oktober 2015

Immer noch ...

Ihr Lieben,

ich bin immer noch auf Jobsuche und das frustriert.
Meine Freunde, die sich in ähnlichen Situationen befinden, versuchen mir Mut zu machen. Bei Akademikern sei eine Suche von sechs bis zwölf Monaten völlig normal. Und meine dauert erst vier Monate.
Außerdem hatte ich ein paar Vorstellungsgespräche, allerdings auch für Praktika (und manche davon noch nicht mal anständig vergütet).
Doch so hat man sich das nicht vorgestellt. Schon gar nicht, auch kein Praktikum zu bekommen, aus verschiedenen Gründen, oft aber, weil ein anderer bessere Fachkenntnisse habe. Ich wüsste jetzt allerdings auch leider nicht, wo ich die herholen soll, wenn ich schon kein Praktikum bekomme.

Ständige Nachfragen setzen mich mittlerweile unter Druck. Ich freue mich ja, wenn sich jemand für mein Leben interessiert, aber so langsam kann ich damit nicht mehr umgehen und will es am liebsten verdrängen. Doch bald wird das Geld knapp und dann kann ich mir auch mein BWL-Studium nicht mehr leisten, das ich aus Interesse und Bildungsgründen angefangen habe.

Mein Umfeld versteht oft nicht, warum ich denn studiert habe, um dann arbeitslos zu sein. Sehr schwierig finde ich Fragen, bei denen ich das Gefühl habe, mein Studium und den gesamten Medienmarkt sowie die Literaturbranche erklären zu müssen.


Ich als kleines Mädchen mit Idealen und Wunschvorstellungen verstehe nicht, warum ich meine Träume von einem Job, der mir gefällt und mich persönlich erfüllt, aufgeben und einfach irgendwas machen soll. Die finanzielle Situation lässt sich aber leider bald nicht mehr leugnen. Gerne hätte ich einen Nebenjob, der schon in die Medienrichtung geht. Habe ich aber leider nicht genug Fachkopetenzen für.

Okay, genug davon. Ich setze mich wieder an Bewerbungen und die Suche nach Möglichkeiten zur Lebensgestaltung. Auf auf! Keine Müdigkeit vorschützen!

Vielleicht mit einem Kaffee anfangen ... ;-)

28. September 2015

Update: Bewerbungen



Die Tage kommen mehrere Blogeinträge auf einmal, da ich die nächste Woche viel vorhabe. Davon werde ich dann nächste Woche ausführlicher berichten ;-)

Ich wollte der Vollständigkeit halber noch kurz berichten, wie es mir in den letzten Wochen bei der Jobsuche ergangen ist.
Ich hatte ein weiteres Vorstellungsgespräch und ein Probearbeiten. Bisher leider noch keine Antwort.
Das Gespräch verlief wirklich gut, ich habe mich sehr wohl gefühlt und da konnte ich ganz ich selbst sein. Zum ersten Mal habe ich mich auch wirklich kompetent gefühlt und dachte, ja, ich kann das wirklich, was hier verlangt wird. Und ich bin mir sicher, das ist bei jedem so.

Ich versuche jetzt, mir keinen Stress mehr zu machen. Es wird schon. Und genau diese Herangehensweise führt bei mir dazu, dass ich mich in den Gesprächen viel besser selbst darstellen kann als selbstbewusst und kompetent. Ich kann viel besser über die Fragen und meine Antworten nachdenken. Und ich denke, das kommt viel besser an.

Die Wahrheit ist, dass ich ihn genau wie jeden anderen möglichen brauche. Aber man sollte an die Jobsuche und die Vorstellungsgespräche meiner Meinung nach sehr viel ruhiger rangehen, als man es pflegt. Das ist leichter gesagt als getan, aber mit der Zeit kommt diese Einstellung. Was soll es schon, wenn man diesen einen Job nicht bekommt? Es kommt ein anderer, vielleicht sogar besserer. Das hört sich an wie ein primitiver Aufmunterungsversuch, aber in meiner Erfahrung ist es tatsächlich so. Das Internet ist voll von Stellenanzeigen und wenn es nicht der eine Job wird, wird es ein anderer.

Es ist schwierig zu erklären, was da mit mir passiert ist, aber die positive Atmosphäre und meine Gelassenheit haben mich ruhig und selbstbewusst werden lassen. Die Gelassenheit kam daher, dass ich gedacht habe, was soll schon passieren. Zum Glück war es nicht mein absoluter Traumjob und deswegen konnte ich mit der Einstellung daran gehen, dass ich diesen Job nicht unbedingt brauche.

Immerhin habe ich eine weitere Einladung bekommen, um einen Probearbeitstag zu absolvieren.
Dieser hat mir tatsächlich Spaß gemacht und die Aufgaben haben mir teils sehr gut gefallen. Andere Aufgaben hatte ich vorher nie so gemacht und kann deshalb leider so gar nicht einschätzen, ob meine Lösungen gut ankommen. Leider kommt es mir so vor, als hätte man sie noch um einiges professioneller bearbeiten können und meine Ergebnisse seien nicht sonderlich gehoben. Das hätte ich vor meinem Studium ganz genauso hinbekommen. Aber das kennt man ja, die Geisteswissenschaften sind oft nicht sonderlich praktisch veranlagt. 

Die freie Zeit verbringe ich von daher mit Dingen, die ich gerne mache, gutes Essen, Menschen treffen, in der Natur sein. Ich genieße die Zeit, in der ich noch nicht fünf Mal die Woche acht Stunden arbeiten muss. Das scheint mir das Beste zu sein und hilft wahnsinnig gut bei der entspannten Einstellung ;-)

Das war jetzt schon wieder ein wenig viel für euch zu lesen :-D
Insgesamt glaube ich also, ich kann viel ruhiger an Gespräche und Probetage rangehen, wenn ich mit einer lässigeren Einstellung aufwarte. Das ist schwierig und erfordert vielleicht merkwürdige Gedanken, die einem vorgaukeln, man brauche gar keinen Job. Aber im Umkehrschluss scheint das bisher ganz gut zu funktionieren. Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, ob sich das auch in der Zukunft bewährt :-)



9. September 2015

Skype-Interview. Die Sache mit dem Blickkontakt.



Neulich hatte ich ein Jobinterview über Skype. Ich wollte nur kurz der Vollständigkeit halber darüber berichten. Natürlich hatte das Ganze den Vorteil, dass ich nirgendwo hinfahren musste und meine Kleidung auf dem Weg nicht schon bekleckern oder sonst was könnte. Ich zog mich zehn Minuten vorher um, stellte mir alle möglichen und unmöglichen Getränke nebendran und prüfte mehrfach, welchen Bildausschnitt man hinter mir sehen könnte. Es muss ein merkwürdiger Anblick gewesen sein, wie eine Schneise der Ordnung durch mein Zimmer reichte, während sich einen Meter weiter lauter Dinge häuften. Oben an den Bildschirmrand klebte ich einen kleinen gemalten Smiley und legte auf den Tisch zwischen Laptop und mir meine Notizen.

Das typische Online-Telefonie-Phänomen trat direkt auf – die Teilnehmer schauen nicht in die Kamera, sondern auf den Bildschirm auf das Bild des anderen. Das ist wahrscheinlich normal, doch ich bemühte mich, den Blick neben meinen Smiley in die Kamera zu richten und zu lächeln. Ein richtiger Blickkontakt aber findet nicht statt. Das ist wohl die Natur der Online-Sache. Das Gespräch war gut, es fielen die typischen Fragen nach Stärken (der Umgang mit Menschen) und Schwächen (Perfektionismus in nett verpackte Worte, die nicht nach Perfektionismus klingen sollen – ein weiterer Beweis für ebendiese) und meiner Arbeitsweise. Strukturiert. So wahr ich will. Und dann tatsächlich eine Einladung in die Firma zu der Verrichtung einer Probeaufgabe! Nett.
Das war es dann nach keinen 15 Minuten. Ja, und das war es. Keine Regung, die kritischen Drachen schlafen. Schade eigentlich.

Hat noch jemand Erfahrungen mit Online-Vorstellungsgesprächen gemacht?


17. August 2015

Wortfindungsstörungen



Ich hatte eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch! Im ersten Moment konnte ich es gar nicht glauben, weil ich mich an die Absagen schon so gewöhnt hatte. Doch sie kam, per Telefon, also auf mein Handy, und ich hatte einen Termin vier Tage später.

Die Frage, was ich anziehen sollte, beschäftigte mich rund um die Uhr. Immerhin will man ja weder zu aufgesetzt noch zu leger aussehen. Ich bewerbe mich nicht in einer Bank und auch nicht auf dem Bau, also entschied ich mich in diesem Fall für eine Bluse und eine schwarze Hose. Im Medienbereich erscheint mir das okay, und als ich an dem Tag nach einer kleinen Suche in dem Raum ankam, wurde ich bestätigt. Die netten Damen trugen ähnliche Kleidung.
Meine größte Sorge im Vorhinein war, dass meine erdachten Fragen schon im Gespräch beantwortet werden würden. Ich hatte Fragen zu Rahmenbedingungen und dem Unternehmen aufgeschrieben – und sie wurden bereits beantwortet. Naja. „Sie haben meine Fragen schon sehr detailliert beantwortet.“ Lächeln. Mist.

Eine weitere Sorge bereitete mir die Frage nach meinen Schwächen. Ich habe genügend davon, allerdings fällt mir keine ein, die man irgendwie positiv auslegen könnte oder die nichts mit dem Beruf zu tun hat. Eine Freundin meinte, ich solle „backen“ sagen, dann erwarte niemand Kuchen von mir zu irgendwelchen Anlässen :-D Vielleicht wollen die Gesprächspartner ja aber auch die Wahrheit hören und das macht mich sympathisch? Immerhin müssen sie ja auch mit meinen Schwächen arbeiten. Zum Glück wurde die Frage nicht gestellt. Ich habe mich auch immer noch nicht für eine Variante entschieden.
Als sich das Unternehmen selbst vorstellte, wusste ich aufgrund meiner Recherche schon alles. Nicht, dass ich so ein Superheld bin, der im Vorhinein jedes kleinste Detail jeder Tätigkeit herausfindet, die er tut. Meine detaillierte Recherche entstand aus purer Nervosität.

Und ich war nervös! Mein erstes Vorstellungsgespräch – und ich redete mich um Kopf und Kragen und vergaß dabei essentielle Wörter. Das Gespräch war nett und die Atmosphäre nicht unangenehm. Aber ich habe mich glaube ich nicht so kompetent dargestellt, wie ich wirklich bin. Eine Woche später kam die Absage. Mein Bauch hatte mir das schon im Voraus mitgeteilt. Natürlich bin ich enttäuscht. Ich hätte mich gefreut, denn der Job war gut. Aber, auf den Rat aller anderen hin, sehe ich das trotzdem positiv. Es ist eine Erfahrung und alles muss man üben. Immerhin können meine Bewerbungen nicht so schlecht sein, wie die Absagen es suggerieren. Weitermachen, weniger nervös :-)