18. Februar 2018

Drei Lesetipps im Februar

Heute scheint die Sonne und ich hoffe, ihr könnt den Tag draußen etwas genießen! Nichtsdestotrotz gebe ich euch heute die Buchempfehlungen im Februar. Man kann ja auch in eine Decke gemummelt in der Wintersonne lesen ;-)

Die Lesetipps kommen von der lieben Eva aus Köln. Sie liest gerne nachdenkliche, aufmunternde und realistische Bücher und hat mir diese drei Exemplare zur Lektüre empfohlen:


Gretchen Rubin: The Happiness Project
Dieses Buch beschreibt ein Jahr im Leben der Autorin, das sie der Suche nach ihrer Happiness widmet. „The Happiness Project synthesizes the wisdom of the ages with current scientific research, as Rubin brings readers along on her year to greater happiness.“ (https://gretchenrubin.com/books/the-happiness-project/about-the-book/) Als eine Mischung aus persönlicher Suche und wissenschaftlicher Nachforschung ist dieses Buch also für jeden etwas, der sich fragt, wie er die Reise zum Glück gestalten soll.

Jostein Gaarder: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort
Cecilie ist fünfzehn Jahre alt, als eine lebensbedrohliche Krankheit sie erwischt. Allein in ihrem Bett erscheint ihr der Engel Ariel und die beiden gehen ein Verbündnis ein: Ariel erklärt Cecilie die Welt und den Kosmos. Cecilie zeigt Ariel, wie es ist, ein Mensch mit Gefühlen zu sein. Die Geschichte besteht aus Gesprächen zwischen den beiden und führt den Leser an Lebens- und Existenzfragen heran.

David Berger: Der heilige Schein
Der Autor, homosexueller Theologe, gibt einen Einblick in eine von Lügen, Skandalen und Doppelmoral geprägten katholische Kirche. Er erzählt seine persönliche Geschichte mit Erfahrungen und Gedanken aus dem eigenen Leben.

Vielleicht ist ja eine Idee für euch dabei :-) Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag mit vielen Sonnenstrahlen!

14. Februar 2018

Bücher-Liebe macht glücklich

Februar-Special

Zum Valentinstag geht es auch hier um die Liebe: Um die Liebe zu Büchern. Ein Buch nur lesen kann ja jeder. Aber eines zu lieben, das will gelernt sein. Anders als einen Menschen zu lieben ist das eigentlich gar nicht. Es hat sogar ein paar Vorteile ;-)

Der erste Eindruck bleibt. Das gilt für Menschen wie für Bücher. Wir können noch so sehr auf die inneren Werte stehen – anschauen müssen wir das Objekt der Begierde dann ja doch jedes Mal. Ein hübscher Einband ist deswegen der erste Schritt zur Booklove. Aber hat man das Innenleben einmal liebgewonnen, vielleicht sogar doch unabhängig vom Äußeren, dann wird auch der Anblick von Tag zu Tag schöner.

In der zwischenmenschlichen Liebe geht sehr vieles über den Geruch. Er verrät dem Gegenüber einiges, was das Unterbewusstsein genau deuten kann und den anderen direkt einsortiert: Ja oder Nein? Hand hoch, wer riecht an Büchern? Jeder Liebhaber. Die Pheromone der Literatur strömen durch die Nase in unser Gehirn und stupsen dort die Zellen an. Verschiedene Drucktechniken und unterschiedliche Leime ergeben den besonderen Geruch der Geschichten.

Gemeinsame Interessen sind das A und O. Wer also das richtige Buch über die Themen findet, die ihn berühren, kann sich glücklich schätzen. Vielleicht seid ihr beide sehr gefühlsbetont und liebevoll? Oder ihr mögt es gruselig und spannend? Oder ihr diskutiert gerne moralische Probleme aus? Für jeden Leser-Topf gibt es einen Buch-Deckel!

Mit einem Liebhaber muss man nie allein ins Bett gehen, wenn man nicht will. Klar gibt es Ausnahmen und man verbringt den Abend und die Nacht doch allein. Aber dann kann man mit einem großen Grinsen dran denken, wie es wäre, seinen Schatz überall anzufassen.

Und jetzt mal ein Vorteil von Büchern: Man darf mehrere nebeneinander haben. Und sie beschweren sich darüber nicht einmal. Eine ganze Sammlung kann man sich anschaffen und sie alle miteinander in einem hübschen Regal halten. Ein Traum!

Geht es einem mal nicht so gut, sind Buch und Liebhaber zum Trösten und Aufmuntern bereit. Sie wischen jede Träne fort und bringen uns zum Lachen. Für jede Laune gibt es das richtige Buch.

Ist der Schatz einmal nicht da, vermisst man ihn. Man würde ihn schon ganz gerne einmal kurz anschauen oder seine Worte hören beziehungsweise lesen. Aber: Ein Buch passt auch wunderbar in die (richtige) Handtasche und kann überall hin mitgenommen werden. Probier das mal mit einem Menschen aus …

Bücher zu lieben ist also eine ganz phantastische, erfüllende Angelegenheit und sehr empfehlenswert. Sie haben fast alle Vorteile, die ein menschlicher Schatz auch bietet, und warten noch mit einigen eigenen Pro-Argumenten auf. Fazit: Ab in die Buchhandlung und einen Liebhaber kaufen! Der Richtige ist mit Sicherheit in irgendeinem Regal oder Stapel und wartet auf dich.

10. Februar 2018

What Remains of Edith Finch

Ich möchte euch ein Spiel vorstellen, das eigentlich mehr eine Geschichte ist und somit wunderbar hierher passt: „What Remains of Edith Finch“ von Giant Sparrow für die PS4 oder die Xbox One.

Es war halb zwölf nachts und ich wollte eigentlich schlafen gehen. Super müde habe ich auf dem Sofa herum gelümmelt. Aber ich habe mich überreden lassen, das Spiel wenigstens anzufangen, immerhin musste ich am nächsten Tag nicht raus.

Drei Stunden später war ich hellwach und fertig mit Edith Finch. Was ein Spiel!

Es handelt sich bei diesem Game quasi um eine Erzählung, die man durchläuft. Der Spieler besucht aus der Ich-Perspektive und mithilfe eines Buches das ehemalige Wohnhaus von Edith Finch. Die Stimmung ist melancholisch und ein wenig gruselig, aber gleichzeitig wunderschön und emotional berührend. Ediths Stimme begleitete mich auf dem Weg zum Haus und hinein. Ihre Worte erscheinen auf zauberhafte Weise in der Umgebung und leiten den Spieler durch die Geschichte.

Was hat es mit all den rätselhaften Todesfällen in der Familie auf sich? Wieso wurden die Zimmer alle verschlossen? Und warum ist Edith damals fortgegangen?

Eine mystische Story, die man durch Geheimgänge und Kletterpartien erlebt und erkundet. Ein Walking Simulator, der erfahrene Spieler und Neueinsteiger, Jung und Alt, Männlein und Weiblein durch seine Erzählweise in den Bann zieht. Alle Todesfälle werden einzeln besucht: eine Reise durch Raum und Zeit, bei der man einen kleinen aktiven Part in den Geschehnissen spielt und die Geheimnisse der Familie Finch aufdeckt.

Solltet ihr also Gelegenheit haben, mal in das Spiel zu schauen oder es gar anzufangen – unbedingt machen! Trotz relativ kurzer Spielzeit und unkompliziertem Walk Through ist es ein wundervolles und durchdachtes Spiel, das mich von vorne bis hinten gepackt hat.

5. Februar 2018

Ein neues Harry-Potter-Jahr?

Letztes Jahr war 20 Years Later. Und es geht immer weiter :-)

Als am 13. Januar „Voldemort: Origins of the Heir - An unofficial fanfilm“ auf YouTube veröffentlicht wurde (https://www.youtube.com/watch?v=C6SZa5U8sIg), war das der Startschuss für viele Überraschungen aus der Zaubererwelt. Es lohnt sich definitiv, ihn anschauen und sich in die Zauberwelt entführen zu lassen! Meinen Post dazu könnt ihr hier lesen.

2018 gibt es nicht nur diesen Film. Am 15. November kommt der zweite Teil der Phantastischen Tierwesen ins Kino (http://www.filmstarts.de/kritiken/228086.html). Der erste Teil hat mich in 2016 schon sehr positiv überrascht. Absichtlich bin ich ohne Erwartungen reingegangen. Der Hauptdarsteller Eddie Redmayne spielt die Rolle des schüchternen und gleichzeitig von seiner Sachen überzeugten Newt Scamander sehr gut. Obwohl die Geschichte nicht in Hogwarts spielt, wurde der Zauber der magischen Welt genau getroffen.

Dieses Jahr dürfen wir dann auch selbst zum Zauberstab greifen. Gleich zwei Harry-Potter-Apps werden veröffentlicht.
In „Harry Potter: Hogwarts Mystery“ durchlebt der Spieler ein Leben als Hogwarts-Schüler. Auf der offiziellen Seite http://www.harrypotterhogwartsmystery.com könnt ihr euch schon im Vorfeld für News und Updates registrieren sowie weitere Inos finden. Da werde ich mir wohl Urlaub nehmen müssen, wenn es losgeht ;-)

Bei Niantics „Harry Potter: Wizards Unite“ muss man das Haus verlassen und per GPS und Augmented Reality seiner Zauberkraft in der realen Welt freien Lauf lassen. Auch hier gibt es einen Newsletter auf der offiziellen Seite https://www.harrypotterwizardsunite.com/de.
Für beide Spiele steht noch kein genaues Datum fest, die Entwickler möchten aber noch 2018 veröffentlichen.

Wer nicht warten kann, möchte vielleicht mal Harry Potter In Concert besuchen? http://harrypotterinconcert.com

Ich kann mir keine bessere Geschichte als Harry Potter vorstellen, die ich mit all den Filmen und Games erleben möchte ;-) Besonders auf die Apps freue ich mich schon sehr und werde euch davon berichten.
Wer weiß, welche magischen Überraschungen noch auf uns warten ...


2. Februar 2018

„Voldemort: Origins of the Heir“ von Tryangle Films

Der inoffizielle Harry-Potter-Fanfilm von Tryangle Films ist schon seit Anfang dieses Jahres auf Youtube verfügbar. Wahrscheinlich haben ihn viele von euch schon gesehen :-) Trotzdem oder gerade deswegen schreibe ich euch hier eine kurze Rezension dazu.

Handlung

Eine Frau kämpft sich mit ihrem Zauberstab durch ein düsteres Gebäude, bis sie doch aufgehalten und auf einen Stuhl gefesselt wird. Sie befindet sich in Russland. Ihr wird ein Venenzugang gelegt und Veritaserum fließt in ihren Körper. Ein Mann sitzt ihr gegenüber und befragt sie zu ihrem Motiv und ihrem Ziel. Und dann erzählt die Frau die Geschichte von vier Hogwarts-Schülern: jeder von ihnen ein Erbe einer der vier Schulgründer.

Meinung

Es geht um die Zeit, in der Tom Vorlost Riddle nach Hogwarts ging. Der Film behandelt seine Vergangenheit und als Harry-Potter-Fan bin ich sehr zufrieden mit der inhaltlichen Korrektheit der Geschichte. Es werden viele Begebenheiten aus den Büchern aufgegriffen, die der Leser dort erfahren hat. Zum Beispiel Tom V. Riddles Beruf oder die Geschichte um Slytherins Amulett und Merope Gaunt.
Ich habe nur sehr wenig bis gar keine Ahnung vom Filmemachen, aber ich war als Zuschauer trotzdem begeistert von der Qualität. Die Kameraeinstellungen, die Übergänge, die Musik und auch die schauspielerischen Leistungen sind für einen „Amateur-Film“ wirklich toll gelungen! Die magische und mystische Atmosphäre kam bei mir sehr gut an. Ein oder zweimal ist mein Texterherz bei einem Dialog etwas zusammengezuckt, aber das hat dem Gesamtbild keinen Abbruch getan. Vor allem bei der Musik war ich sehr positiv überrascht. Sie erinnert ein wenig an Harry Potter, ist für sich aber eine eigene Komposition, die ich bei einem Fan-Projekt niemals so gut erwartet hätte.
Die Figuren sind glaubwürdig und durchdacht, die Handlung ist spannend und aus einem Guss. Ich habe mich definitiv in die Zaubererwelt versetzt gefühlt. Ein paar Zauber und magische Fähigkeiten wurden neu erdacht, was mir auch gut gefallen hat. Der Film ist eine gelungene Mischung aus altbekannten Geschichten und neuen Ideen, die sehr gut ineinander greifen.







Von daher habe ich rein gar nichts zu meckern :-D Und gebe dem Film die volle Seifenblasen-Zahl.

Hier geht's zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=C6SZa5U8sIg


28. Januar 2018

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht

Wie ich mal wieder ein Buch in zwei Tagen durchlas





… und das nicht, weil ich sonst nichts zu tun gehabt hätte. Die Geschichte hat mich von Beginn an in den Bann gezogen. Dabei ist sie gar nicht besonders aufregend. Es geht eher um spannende Gefühle.

Zum Spoilerpost mit weiteren Gedanken zum Buch

Handlung

Der Highschool-Schüler Clay findet eines Tages ein Paket mit Kassetten vor seiner Haustür. Kein Absender. Die Kassetten sind nummeriert und aus Neugier beginnt er mit der ersten Seite. Die Stimme seiner Mitschülerin Hannah dringt an sein Ohr. Clay ist erschüttert – denn Hannah hat sich vor ein paar Wochen umgebracht. Und auf den Kassetten erklärt sie, warum.

Meinung

Die Idee dieses Buches ist sehr spannend. Clay hört die Kassetten und geht währenddessen die Orte ab, um die es in Hannahs Geschichte geht. Die Stimme, die von 13 Gründen, warum sie sich umgebracht hat, erzählt (Originaltitel: 13 Reasons Why), ist in kursiv gedruckt und hebt sich gut vom Rest ab. Die Kapitel sind in die 13 Gründe eingeteilt und jedes ist einem anderen Menschen aus Hannahs Leben gewidmet.

Die Handlung ist wie gesagt nicht actionreich, aber extrem emotional. Clay reagiert besonders stark auf Hannahs Worte, denn er mochte sie. Er versteht nicht, wieso er auf diesen Kassetten ist – zusammen mit den Leuten, die Gründe für Hannahs Tod sein sollen. Es geht um Freundschaft und Verrat, um Mitschüler, die ihre Finger nicht bei sich lassen können, und Erwachsene, die die Anzeichen nicht erkannt haben.

Die beiden Hauptfiguren bleiben relativ mysteriös. Im Nachhinein stellte ich fest: Man erfährt eigentlich nichts über Clay. Lediglich seine Gefühle für Hannah und die Bürde dieser Kassetten machen ihn dem Leser sympathisch. Hannah gibt von sich auch nur so viel preis, wie notwendig, um die Kassetten zu verstehen. Doch der Leser bekommt mit: Hannah fühlte sich mehrfach verraten und reduziert, Clay ist ein netter Typ, der seine Welt plötzlich nicht mehr versteht. So treten die Figuren an sich aber sehr in den Hintergrund. Es geht darum, was ein Mädchen in den Selbstmord treibt.

Das Thema Suizid wird von einer Seite betrachtet. Es wird nicht bewertet oder wissenschaftlich abgehandelt. Stattdessen geht es um die subjektive Wahrnehmung einer Jugendlichen, die sich mit der Welt nicht mehr vereinen konnte. Und einen Mitschüler, der ratlos zurückblieb. Hannahs Gründe sind zum Beispiel Verrat durch Freunde und das Gefühl, von niemandem richtig wahrgenommen zu werden. Dennoch finde ich es immer noch schwierig, Hannahs Entscheidung in Gänze nachzuvollziehen. Manche Dinge sind vielen Menschen schon passiert und kamen mir „nicht so schlimm“ vor. Vielleicht aber ist es das, worum es geht: Die Subjektivität der Weltwahrnehmung und dass auch jemand Selbstmord begehen kann, von dem man es nicht erwartet.

Insgesamt hat mich das Buch vollkommen gefesselt. Es liest sich sehr flüssig und ich wollte immer wissen, was auf der nächsten Kassette passiert. Die Ereignisse ergeben zum Schluss ein Gesamtbild und der Weg dorthin ist gepflastert mit aufregenden Gefühlen und Episoden. Lediglich eine Seifenblase Abzug dafür, dass ich nicht ganz von Hannahs Gründen überzeugt bin.

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler

26. Januar 2018

Kalender – Was sind das für Bücher?

Januar-Special 2018

Jahresende und -anfang – das bedeutet Kalender kaufen! Wahrscheinlich haben die meisten von euch bereits einen käuflich erworben. Oder vielleicht selbst gebastelt oder euch schenken lassen?

Wozu Kalender? Klar, in der heutigen Zeit sind wir alle so beschäftigt, dass wir viele Termine und weit in die Zukunft planen. Wir wohnen weiter weg von Familie und Freunden und wir müssen unser Leben strukturieren. Aber Kalender sind schon viel älter als unser Job- und Freizeitstress. Früher konnte sich die Landwirtschaft an den Tagen und Monaten orientieren. Daher auch die ganzen Bauernregeln. Zum Beispiel: „März trocken, April naß, Mai lustig von beiden was, bringt Korn in'n Sack und Wein ins Faß.“ (http://www.bauernregeln.net/bauernregeln.html) Die Tage und Monate zu beobachten ist notwendig, um Aussaat und Ernte zu planen.

„Der heißeste Sommer aller Zeiten“. Das Wetter und der Klimawandel lassen sich nur über die Jahre und Jahrhunderte tatsächlich gut ablesen. Von daher gibt es auch die 100-jährigen Kalender, die so etwas wie Wettervorhersagen versuchen. Kalender sind also ursprünglich weniger dazu da, das nächste Meeting mit dem Chef zu planen, sondern die tatsächlich lebenswichtigen Dinge zu organisieren ;-)

„Das Wort „Kalender“ entstammt dem lateinischen Calendarium (Schuldbuch). Dies war ein Verzeichnis der Kalendae, der jeweils ersten, auszurufenden (calare „ausrufen“) Tage der antiken Monate. An diesen wurden Darlehen ausgezahlt und Darlehensrückführungen sowie Zinsforderungen fällig.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Kalender)

Wir benutzen heute den gregorianischen Kalender mit 365,2425 Tagen pro Jahr. Die Anzahl orientiert sich am Lauf der Erde um die Sonne. Da dieser in einem Jahr ein klein wenig schneller ist als 365 Tage, wird alle vier Jahre ein Schalttag hinzugefügt, der 29. Februar. Da dadurch die Zeiteinteilung über die Jahrhunderte wieder etwas zu lang wird, ist ein Jahr, das ein Jahrhundert abschließt (zum Beispiel 2100) kein Schaltjahr. Außer, ein solches Jahr ist durch 400 teilbar (zum Beispiel 2000). Kompliziert, aber anscheinend passend :-D

Feiertage werden auch nicht durch Zufall verteilt. Ostern zum Beispiel, welches jedes Jahr an einem anderen Datum liegt, findet immer am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt. Dadurch lassen sich andere Feiertage (Aschermittwoch: 40 Tage vorher, Pfingsten: 50 Tage danach) berechnen. Man kann quasi bis in alle Ewigkeit berechnen, wann die Karnevals-Jecken ihr Unwesen treiben (in der Woche vor Aschermittwoch).

Im Alltag sind Kalender für uns aber reine nützliche Helfer. Und für viele Leute sollen sie auch schön sein. Es gibt Kalender, in denen jeder Tag mit einer ganzen Seite aufgeführt wird. Es gibt Wochenkalender für den Wohnzimmer- oder Arbeitstisch. Es gibt riesige Wandkalender mit wunderschönen Bildern oder aufmunternde Sprüche und Weisheiten auf einem Monats- oder Wochenblatt. Es gibt sie zu Themen wie niedliche Katzenkinder oder die besten Biere Europas. Ich hatte auch ein paar selbstgebastelte Kalender, sowohl zum Aufhängen mit Fotos als auch als Büchlein mit besonderen Kennzeichnungen für Geburtstage, Klausuren oder anderen Dingen.

Was hat das nun mit Büchern zu tun? Ganz davon abgesehen, dass Kalender auch in Verlagen entstehen. Das tun Zeitungen auch. Kalender existieren zunächst oft in Buchform. Äußerlich bestehen Bücher aus bedruckten Seiten in einem Block, der zusammengebunden und umschlagen wird. Tadaa, ein Buch. Und in diesen Kalender-Büchern? Da steht Geschichte. Meine, deine, die der Welt. Kalender sind voller Geschichten, wie es Romane auch sind. Wir können das Leben eines Menschen nachvollziehen, seine Gewohnheiten und besonderen Erlebnisse kennenlernen und ihn ein Stück weit verstehen.

Tagebücher können diese Kalender auch sein. Ich habe mir für dieses Jahr zwei Kalender zugelegt: einen ganz kleinen für die Handtasche mit zukünftigen Terminen. Und einen großen, mit einer Din-A-5-Seite für jeden Tag. Dort hinein schreibe ich alles, was mir durch den Kopf geht, wie ich mich gefühlt habe, was ich genau mit wem und wo unternommen habe. Es sind Erinnerungen und Pläne enthalten und ich kann alles im Nachhinein nachlesen.
Kalender sind also sehr praktisch und in ihrer Art uralt. Sie beherbergen aber genauso Geschichten und Gedanken, Pläne und Erinnerungen. Sie sind Zeitzeugen und persönliche Geheimnisse. Sie teilen unser Leben in strikte Abläufe, doch zugleich bieten sie den Platz, um alles Wichtige festzuhalten. Auch in digitaler Form ;-)


Was für Kalender habt ihr? Was genau schreibt ihr hinein? Habt ihr mehrere für verschiedene Teile eures Lebens? Oder merkt ihr euch einfach alles?

19. Januar 2018

Das war: 2017 – Bericht einer Leseblockade

Sich zum Lesen zwingen bringt nichts

2018 ist schon etwas fortgeschritten, dennoch möchte ich den Rückblick auf das vergangene Jahr noch posten. Dazu muss ich sagen: Privat war 2017 ein kleines Chaos. Das betraf jeden Bereich meines Lebens und ich war mit meinen Gedanken ständig so beschäftigt, dass für Lesestunden leider wenig Platz blieb.

Immerhin, ein paar Bücher habe ich gelesen und hier rezensiert. Ihr findet die jeweiligen Posts in der Rubrik Rezensionen. Es sind 13 Bücher geworden („Der Koffer“ fehlt hier, denn das Buch war nur ausgeliehen). So viel, wie andere in einem Monat lesen.


Woran lag diese Leseflaute genau? Puuh ... Stress. Gefühle. Unsicherheit. Das, was mir abends, wenn ich lesen hätte können, den Kopf verdreht hat. Doch ich kann euch sagen – das ist erst einmal vorbei, denn mit dem neuen Jahr haben sich einige Dinge geklärt. Ich blicke also sehr zuversichtlich in die Zukunft. Das erste Buch aus 2018 ist schon online („Qualityland“) und das zweite habe ich schon gelesen. Es kommt die Tage :-)

Sich ein bestimmtes Buch aufzwingen kann ein Fehler sein

Ich sehe das nicht direkt als Fehler. Ich bin extrem begeistert von „Oryx and Crake“ und kann euch jetzt schon sagen, wenn das Ende mich nicht enttäuscht, gibt es 5/5 Seifenblasen. Dadurch, dass ich aber so sehr abgelenkt war, war dieses etwas schwierigere Buch mit dem schwierigen Thema auf Englisch vielleicht nicht die beste Entscheidung.

Dafür war es genau richtig, erst einmal zwei deutsche Bücher zu lesen. Gerade ist das dritte dran und dann kehre ich zu Margaret Atwood zurück, mit etwas mehr Muße und Ruhe.

Mein Lese-Highlight 2017

... ist „All the bright places“. Ich hatte es so oft bei anderen Bloggern und im Bookstagram gesehen und es endlich gekauft und gelesen. Es hat mich umgehauen. Dieses Buch ist wundervoll, die Geschichte der beiden Jugendlichen hat mich tief berührt. Besonders Finchs Worte und Taten haben mich zum Nachdenken gebracht.

Einen Flop in dem Sinne gab es nicht. Am schlechtesten gefallen aber hat mir „Morgen kommt ein neuer Himmel“. Es lässt sich sehr gut runterlesen, doch es fehlt an tiefen Gefühlen und Gedanken, die mit sich selbst zu tun haben und nicht mit der Erfüllung in einer Partnerschaft.

Die Specials: Themen rund ums Buch

Besonders viel Spaß bereiten mir selber immer die Specials. Ihr findet alle unter der Kategorie Specials. Welches am meisten Spaß gemacht hat, kann ich gar nicht sagen. Das vierteilige Harry-Potter-Adventskochen vielleicht oder das Hogwarts-Gedicht zum ersten September. Der Post über Dystopien lag mir natürlich sehr am Herzen. Und – jetzt, als ich es sehe – ganz besonders meine Gedanken zum Vatertag: Warum ich lese, was ich lese.

Wer braucht noch Lesetipps?

Ich habe es tatsächlich (fast, ... Mist) jeden Monat geschafft, euch Lesetipps zu präsentieren :-D Ihr findet sie alle unter dem Tag „Lesetipps“. Immer, wenn ich jemanden nach Tipps frage, sagt derjenige: Aber ich lese eher sowas oder sowas. Meine Antwort darauf: Gut! Ich will unterschiedliche Genres vorstellen! – Also, schaut mal rein :-)

Und in Zukunft?

Bin ich immer noch da. Ich habe schon ein paar Ideen für Specials und ein paar Lesetipps eingesammelt. Vielleicht berichte ich zusätzlich noch über ein paar Serien – denn diese rauben uns allen ja die Zeit für Bücher ;-) Im Juli wird der Blog drei Jahre alt. Irre.
Ich hoffe, ihr habt Spaß und findet das ein oder andere interessante Buch oder ab und zu einen spannenden Text. Fühlt euch gedrückt :-*

17. Januar 2018

Drei Lesetipps im Januar

Im neuen Jahr starten wir mit Tipps von einer Mittel-Viel-Leserin aus Köln :-D Ihr Lieblingsautor ist Murakami und ein Buch von ihm ist auch die erste ihrer drei Empfehlungen.



Haruki Murakami: Afterdark
In einer knallbunten Großstadt, in der nachts fast mehr geschieht als tagsüber, stolpern mehrere Menschen in einem 24-Stunden-Supermarkt unvermittelt in die Leben der anderen. Zwischen Leuchtreklamen, Partys und nächtlicher Arbeit geraten eine Prostituierte, ein brutaler Freier, ein Zuhälter, ein Musiker und zwei hübsche Mädchen in eine Geschichte, die ihren Alltag durcheinander wirbelt. Wer bringt die Nacht am schnellsten hinter sich?

Jack Kerouac: On the road
Ein stark autobiographischer Roman der Beat-Kultur, auch unter dem Titel „Unterwegs“ veröffentlicht. Ein zielloser Roadtrip, auf der Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung, nach dem Rausch und der Liebe. Als kurzzeitige Aussteiger reisen die Hauptfiguren in Autos, Zügen, Bussen und LKWs quer durch die USA und lassen die Spießbürger hinter sich.

Bernhard Schlink: Der Vorleser
Deutschland, Ende der 50er Jahre. Der jugendliche Michael verliebt sich in die 21 Jahre ältere Hanna. Sie gehen eine sexuelle Beziehung ein und beginnen das Ritual, bei dem Michael Hanna nach dem Geschlechtsverkehr vorliest. Jahre später nimmt Michael als Jurist an einem Holocaust-Prozess teil, bei dem Hanna auf der Anklagebank sitzt. In ihm wachsen moralische Fragen, derer er Herr zu werden versucht.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, eines dieser Buch (noch einmal) zu lesen :-)
Schöne Lektüre-Stunden euch!