Samstag, 28. Mai 2016

Beth Revis: Godspeed

Beth Ravis: Godspeed. Cecilie Dressler Verlag GmbH. Hamburg. 2011.
Originaltitel: Across the Universe

Wie ich ... unentschlossen war






Das Buch habe ich im Zuge eines Uni-Kurses gelesen (ich hatte coole Kurse! :-D). Insgesamt hat mir die Idee und natürlich das Genre sehr gut gefallen. Ein paar Kleinigkeiten waren störend, aber ich habe vor, die Reihe weiter zu lesen.

Handlung

Amys Eltern werden auf eine Reise geschickt – mit einem Raumschiff zu einer neuen Welt, um dort als Wissenschaftler eine neue Zivilisation aufzubauen. Amy entscheidet, mit ihnen zu fliegen, und wird wie die beiden eingefroren. Plötzlich wacht sie auf, viel zu früh. Was ist passiert?
Sie muss sich auf dem Raumschiff zurechtfinden, in einer Gesellschaft, die sich in den letzten Jahrzehnten in eine Diktatur verwandelt hat. Junior, der zukünftige Herrscher, wird zu ihrem einzigen Freund. Doch auch er weiß nicht alles über das Schiff. Die beiden stoßen auf Geheimnisse, die das gesamte Leben an Bord betreffen.

Meinung

Die Handlung steigert sich in einem guten Spannungsbogen über das Buch hinweg. Dadurch, dass Amy das Raumschiff auch erst kennenlernen muss, findet der Leser sich gut in die Umgebung ein. An manchen Stellen wollte ich unbedingt, dass die Handlung endlich fortschreitet, doch ich musste erst durch ein, zwei andere Passagen. Zwischendurch war mir zu wenig los und ich habe mich haltlos gefühlt. Langweilig war es aber nicht.

Die Hauptfigur Amy ist sehr sympathisch und es fiel mir leicht, ihr durch die neue Welt zu folgen. Im Gegensatz dazu konnte ich mich überhaupt nicht in Junior versetzen. Er kam mir viel jünger vor als beschrieben und sehr naiv. Manchmal wollte ich ihn anschreien, weil mir seine Handlungen sinnlos erschienen. Die Passagen, die aus seiner Sicht geschrieben sind, haben mir eher gestört. Auch die anderen Figuren haben bei mir keinen Anklang gefunden. Amy reißt das zum Glück wieder raus.

Das Setting ist insgesamt eine sehr spannende Idee. Eine Gesellschaft auf ein Raumschiff zu versetzen, funktioniert gut, denn sie ist abgeschottet vom Rest der Welt, beziehungsweise des Universums. Das Thema der Suche nach einem neuen Planeten, um die Menschheit dort weiterleben zu lassen, gefällt mir persönlich sehr gut. Und die dystopische Entwicklung samt tyrannischem Herrscher ist eines meiner Lieblingsthemen. Das Augenmerk könnte noch stärker darauf gelegt werden.

Der Stil lässt sich gut lesen. Allerdings sind sowohl Amys als auch Juniors Passagen aus der Ich-Perspektive geschrieben und wenn man nicht aufpasst, vergisst man, wer da eigentlich spricht. Das hat mich zwischendurch verwirrt. Die Zeitform Präsens ist eigentlich mein heimlicher Favorit, aber hier störte sie mich. An einigen Stellen stolperte ich über die Verben und hätte Präteritum als flüssiger empfunden.

Alles in allem gefällt mir die Geschichte gut und ich möchte auf jeden Fall lesen, wie es weiter geht. Aber es ist okay, wenn das noch auf sich wartet. Was das Buch für mich reizvoll macht ist die Idee dahinter und die Geheimnisse, die die beiden Hauptfiguren mit der Zeit aufdecken.

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!

1 Kommentar:

  1. Hi, :)

    tolle Rezension!
    Ich will das Buch noch unbedingt lesen, der Klappentext ist wirklich sehr ansprechend und deine Bewertung ist ja gar nicht mal so schlecht, vielleicht können dich die folge Bände mehr von sich überzeugen. ^^

    Liebe Grüße
    Sandra von http://fluesterndewortebuecherblog.blogspot.de/

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