Mittwoch, 22. Juli 2015

Ich weiß, dass ich ... will

Mit fünfundzwanzig Jahren bin ich mit meinem geisteswissenschaftlichen Studium fast fertig und nun auf der Suche nach einem Leben, das mir sinnvoll erscheint. Im Grunde scheint es ja unerheblich zu sein, ob man Medien, Marketing oder Kommunikation studiert, wenn man nach den Jobausschreibungen geht. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung ich gehen möchte. Zwar habe ich schon Bewerbungen abgeschickt, jedoch noch keine Zusage erhalten und so gerne ich Geld hätte, bin ich insgeheim auch froh, dass es noch nicht weiter geht. Die Zukunft macht mir Angst, gleichzeitig sitze ich natürlich gelangweilt vor dem Fernseher oder einem Buch, ohne mich zu kümmern.
Eigentlich bin ich sehr ehrgeizig, kreativ und gelegentlich auch positiv. Ich reise gerne, lese und lebe mich amateurkünstlerisch aus. Ich verschwende viel Zeit mit Handyspielen und dem Auswendiglernen von Songs.


Ich glaube nicht, dass ich den Arbeitsmarkt durchschaut habe. Nicht, was von mir erwartet wird und genauso wenig, was ich von ihm erwarte. Ich weiß nicht, ob ich gerne in der Nähe meiner Heimatstadt bleiben möchte, oder ob eine Zeit weiter weg mir gut tun würde. Ich weiß sehr genau, dass ich die Welt sehen und meine Hobbys ausleben möchte. Aber wie ich das finanzieren soll, ist mir schleierhaft. Insgeheim hoffe ich darauf, dass eines Tages einfach etwas passiert, und ich finde mich mit getroffenen Entscheidungen wieder. Es gibt einige wenige Traumstellen, die ich wahnsinnig gerne antreten würde, jedoch bin ich da bei Weitem nicht die Einzige. Und da ich leider nach meinem Studium noch keine zehn Jahre Berufserfahrung habe und jetzt weiß, dass ich mich nebenbei viel mehr um freie Mitarbeit oder tatsächlich zu meinem Studium passende Nebenjobs hätte kümmern sollen, hätte ich im Nachhinein vieles anders gemacht.

Das klingt nun alles sehr negativ und es erfreut mich auch nicht gerade, wenn ich darüber nachdenke, aber ich bin nicht unglücklich. Nicht ohne Hoffnung und nur in schwachen Momenten resignierend. Denn ich weiß, was ich kann, und bin mir sicher, dass ich es irgendwann beweisen kann.
Soweit so gut.

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