Samstag, 25. Juli 2015

Spoiler: Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr (Rowohlt Polaris: 2013)
Originaltitel: Me before you (Penguin Books: 2012)
 
 

Fangen wir am Ende an. Ich hätte mich nach all den Seiten wahnsinnig geärgert, wenn Will schließlich beschlossen hätte, weiter zu leben. Nicht, dass ich dem armen Kerl und der lieben Louisa das nicht gegönnt und ich nicht heimlich darauf gehofft hätte, doch eine Meinungsänderung wäre mir zu Hollywood-Happy-End-mäßig gewesen. Ich bin überzeugt, dass Louisas Leben sich auf diese Weise viel besser entwickeln wird. Die Diskussion um den Selbstmord und die Beihilfe wird in dem Buch von allen Seiten gründlich beleuchtet und verschiedene Sichtweisen bekommen ihren verdienten Platz.
Aber diese Geschichte ist eine Liebesgeschichte und keine, die eine endgültige Diskussion über das Thema Selbstmord bei Tetraplegikern auslösen möchte. Die Zuneigung, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist gut erschrieben und entwickelt sich nicht zu schnell. Meinetwegen hätte es in manchen Situationen sogar ein wenig schneller gehen können. Auf den ersten Kuss der beiden muss der Leser wirklich lange warten. Ich bewundere Louisa, dass sie sich das aber überhaupt getraut hat.
Dass Will sich ein Tattoo stechen lässt, kam mir ein kleines bisschen unwahrscheinlich vor, weil sein Charakter ansonsten eher angepasst und kultiviert wirkt.

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