Freitag, 26. Februar 2016

Jane Austen: Stolz und Vorurteil


Jane Austen: Stolz und Vorurteil. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG. München. 1997. Welttag des Buches 2012 Ausgabe.
Originalausgabe: Pride and Prejudice. London. 1813.

Wie ich oft grinsen musste.





Handlung

Elizabeth Bennet und ihre vier Schwestern leben noch bei ihren Eltern. Ihre Mutter ist ganz versessen darauf, sie zu verheiraten, weil sie nach dem Tod des Vaters nicht viel erben werden. Als ein neuer Nachbar einzieht, jung, reich und gutaussehend, setzt sie alles daran, ihre Töchter mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth nimmt das Ganze gelassener und sieht nicht ein, warum sie ohne Liebe heiraten sollte. Aber dann trifft sie einen Mann, der sie beeindruckt.

Meinung

Stolz und Vorurteil ist ein ganz wunderbares Buch, und das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Natürlich ist es bereits über 200 Jahre alt und die Sprache erfordert etwas Konzentration. Aber die Charakterzeichnungen sind einfach nur gelungen. Die etwas überzogenen Aussagen und Handlungen der verschiedenen Figuren haben mich zum Lachen gebracht.

Die Handlung mag nicht so actionreich geladen sein wie die heutiger Romane. Dennoch geschieht eine Menge und nachdem ich mich eingelesen hatte, musste ich wissen, wie es weiter geht. Austen hält die Spannung hoch und fesselte mich ans Buch. Es geht um die Beziehungen zwischen den Menschen und die Liebe, die sich ihren Weg bahnt durch die damalige Gesellschaft.

Die Figuren sind wie gesagt höchst amüsant. Elizabeth selbst beobachtet die anderen und versucht, mit ihrer hochzeitswütigen Mutter, ihrem sehr ruhigen Vater, ihren unterschiedlichen Schwestern und den Männertypen ihrer Welt klarzukommen. Am lustigsten sind ihre Mutter, die sich die Welt dreht, wie sie ihr gefällt, und Mr. Collins, der absolut nicht merkt, wie er auf andere wirkt. Es ist wunderbar! :-D

Der Stil besteht oft aus längeren Sätzen und Passagen. Für heutige Verhältnisse wirken die wörtlichen Reden gestelzt, doch wenn man sich daran erinnert, dass der Roman 200 Jahre alt ist, kommt man gut damit zurecht. 

Insgesamt ist Stolz und Vorurteil ein tolles Buch über Menschen und über die Liebe, die sich nicht an Standesgrenzen hält. Es ist spannend, wie die Charaktere aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts denen unserer Zeit sehr ähneln. Und der romantische Aspekt dieser Geschichte hat mein inneres Mädchen vollauf zufrieden gestellt ;-)

Euch auch?

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!


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