Montag, 25. Januar 2016

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder



Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder. Droemer Knaur Taschenbuch. 2011. München.
Originaltitel: Miss Peregrine's home for peculiar Children

Wie ich absolut nicht wusste, was mich erwartet



 

 Handlung

Jacobs Großvater erzählt ihm oft von seiner Jugend: Wie er mit anderen Kindern zusammen in einem Haus gewohnt hat. Merkwürdigen Kindern, die schweben konnten oder unfassbar stark waren. Sein Enkel glaubt ihm nicht. Eines Tages ruft der alte Mann an, er fühlt sich verfolgt. Jacob fährt zu ihm und sieht gerade noch, wie ein schauderhaftes Monster von seinem Großvater ablässt und wegläuft. Mit seinen letzten Worten bittet der Sterbende seinen Enkel, das Haus auf der Insel aufzusuchen. Der Junge wird wochenlang therapiert und dann entscheidet er, der Bitte seines Großvaters nachzukommen. Er muss wissen, was es mit diesem Haus auf sich hat.

Meinung

Insgesamt wusste ich nicht, was mich erwartet, aber der Klappentext suggerierte mir einen wirklich gruseligen Roman, voller grauenhafter Geschehnisse. Zwar passieren einige gruselige Dinge, doch tatsächlich schockiert hat mich nichts. Und ich bin da nicht unbedingt hart gesotten.

Die Handlung schleppte sich anfangs etwas dahin, aber dann kam ich in die Geschichte rein. Der Plot entwickelt sich immer schneller und es geschehen immer wieder Dinge, die weitere Fragen aufwerfen. Ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Von Langeweile keine Spur. Manchmal gingen mir die Entwicklungen sogar zu schnell und ich frage mich, warum manche Stellen nicht etwas ausführlicher beschrieben wurden. Die Geschichte springt von Schauplatz zu Schauplatz wie ein Film und gab mir keine Gelegenheit, auszuatmen. In einem Satz fragt sich Jacob, wie er nur den matschigen Weg schnell zurücklegen soll, im nächsten Satz ist er schon am Zielort angekommen.

Die Hauptfigur ist sympathisch, ich bin Jacob gerne gefolgt. Wer er allerdings genau ist, weiß ich (noch) nicht. Die anderen Figuren erfüllen ihre Zwecke. Einige wenige warfen Konflikte in mir auf, ob ich sie nun mag oder nicht. Das gefällt mir.

Das Thema ist in Ordnung. Ich möchte hier nicht zu viel verraten. Ich war von den Entwicklung nicht unbedingt völlig geflasht, aber damit gerechnet habe ich auch nicht. Auf jeden Fall haben wir es mit Übernatürlichem zu tun, und das mag ich grundsätzlich ganz gern.

Der Stil ist gut zu lesen, ich habe das Buch schnell durchgelesen und konnte mich auch im Zug darauf konzentrieren. An manchen Stellen habe ich gefragt, wie es denn nun zu ausgerechnet dem Ereignis kam, aber gut. Das ist dann eben so.

Insgesamt ist Die Insel der besonderen Kinder ein solides Buch, das mit einigen Gruseligkeiten aufwartet und ein kurzweiliges, spannendes Lesevergnügen bietet, wenn man mit übernatürlichen Themen gut kann.

Würdet ihr es empfehlen?

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!


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