Donnerstag, 8. Oktober 2015

Wunderschönes, literarisches Kopenhagen

Oktober-Special


Vor ein paar Wochen schrieb eine Freundin in die Gruppe von den Mädels aus unserem Auslandssemester, dass es günstige Flüge nach Kopenhagen gebe und wir buchten spontan einen fünf-Tage-Trip. Blöderweise checkten wir bei der Billig-Airline nicht vorher online ein und mussten dann 45 Euro Gebühren zahlen – liebe Leser, checkt vorher online ein!

Ich habe mir also mein kleines Büchlein von Hans Christian Andersen geschnappt und wir sind zusammen in seine Heimat geflogen und haben die Stadt erkundet. Es gibt sehr viel zu sehen und da wir Glück mit dem Wetter hatten, sind wir dreieinhalb Tage lang quer durch die Innenstadt geschlendert, haben die Sehenswürdigkeiten besucht und uns kulinarisch verwöhnen lassen.

Doch der Reihe nach:
Am Morgen der Abreise machte die Freundin, die uns zuvor Obdach gegeben hatte, eine wunderbare Acai-Bowl! Ich muss mir unbedingt selbst etwas von dem Zeug holen! Dann waren wir irgendwie spät dran – gingen relativ spät los, mussten an mehreren Schlangen im Flughafen verschiedene Dinge erledigen (wie das Bezahlen der 45 Euro), standen beim Security Check hinter einer Frau mit Kinderwagen, die partout ihre Marmelade und den Frischkäse mitnehmen wollte, und kamen so gerade noch rechtzeitig am Gate an. Und dann ging es los.

In Kopenhagen ist der öffentliche Personenverkehr wirklich gut ausgebaut und wir kamen schnell an unserer gemieteten Privatwohnung an. Sie war wunderbar! Groß, mit knarzendem Holzboden und einer tollen Aussicht! Im Buchregal habe ich zwei Harry Potter Bände auf Dänisch gefunden :-)



Dann sind wir losgezogen und haben vom Hauptbahnhof aus den Tivoli (in der Zeit leider geschlossen), die Glyptoteket und das Rathaus gefunden. Daneben hat der berühmte Schriftsteller Dänemarks seinen eigenen Platz: Hans Christian Andersen sitzt dort und schaut in die Ferne. Vielleicht denkt er gerade an neue Abenteuer? 



Am nächsten Tag haben wir die typischen Touristenattraktionen abgeklappert und starteten direkt bei einem weiteren Teil des Anders’schens Kopenhagen: den lille Havfrue, die kleine Meerjungfrau, die sich in einen Prinzen an Land verliebt. Die Statue wurde schon mehrfach geklaut oder enthauptet, doch zum Glück waren an diesem Tag alle Körperteile am richtigen Platz. Die anderen Sehenswürdigkeiten lohnen sich ebenfalls und können auf einer Kanaltour auch aus anderer Perspektive betrachtet werden.


Zum Schluss der Tour kamen wir zum Black Diamond, der öffentlichen Bibliothek Kopenhagens. Sie ist sehr modern, aber innen gibt es gemütliche Ecken und eine Fensterfront auf den Kanal. Der Name gefällt mir sehr gut ;-)



Der dritte, beziehungsweise zweite ganze Tag verlief ruhiger. Vom Runden Turm aus genossen wir die Aussicht auf die Stadt und konnten von dort oben die Öresund Brücke nach Schweden sehen. Auf dem Weg nach oben gibt es einige Ausstellungsstücke.



Wieder unten angekommen habe ich dann das kleine Büchlein gekauft und vorsichtig mit mir weitergetragen, als literarisches Souvenir. In einem anderen Laden, der eigentlich Küchenutensilien verkauft, lag ein Exemplar des hässlichen Entleins, ebenfalls von Andersen, hübsch drapiert zwischen Entenfiguren. Aufgrund dieser Geschichte kann man den Schwan, der aus dem hässlichen Entlein wird, auch anderswo in der Stadt entdecken.



Der letzte Tag widmete sich ganz dem Entspannen und dem Genuss. Herumschlendern, sitzen, essen, trinken. Ein wunderbarer Abschluss bevor es am darauffolgenden Tag wieder nach Hause ging, diesmal weniger gestresst, aber mit Abschiedsschmerz von dieser wunderschönen Stadt.










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