Dienstag, 10. November 2015

Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes



Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Reinbeck bei Hamburg. 2015.
Originalausgabe: The Last Days of Rabbit Hayes. Transworld Publishers. Random House Group London. 2014. 

Wie ich Familie Hayes lieben lernte 





Dieses Buch mit dem wunderschönen Cover habe ich oft auf Instagram gesehen und es machte mich neugierig. Ich habe es spontan gekauft und nicht bereut. Es ist wundervoll.

Handlung
Rabbit Hayes wird ins Sterbehospiz gebracht. Sie hat Krebs und die Ärzte geben ihr nicht mehr lange. Ihre große, kunterbunte Familie kümmert sich um sie, doch ihre Eltern, Geschwister und ihre Tochter kämpfen mit der Vorstellung, ohne Rabbit zu leben. Die Autorin hat wunderbare Charaktere entworfen, die mit sich selbst genauso viel zu tun haben wie mit Rabbits bevorstehendem Tod. Dabei lernt der Leser alle familiären und freundschaftlichen Seiten einer Krebserkrankung kennen, samt wunderbarer und trauriger Erinnerungen.

Zunächst wusste ich nicht, was mich in diesem Buch erwartet. Ich hatte mit der Beschreibung des Sterbeprozesses gerechnet und einer Rabbit, die auf ihre letzten Tage noch versucht, alles so zu richten, wie sie es möchte. Doch stattdessen lernte ich Familie Hayes inklusive Freunde kennen und lieben. Die Story aus verschiedenen Blickwinkeln ist so liebevoll, dass sie Rabbits Tod den Schrecken nimmt. Alle Figuren kämpfen mit der Situation und machen sich Gedanken um ihr eigenes Leben. Dabei kommen viele Geschichten aus der Vergangenheit zutage, die dem Leser die Gegenwart verständlicher machen. Dabei gibt es bei Weitem nicht nur traurige Szenen, im Gegenteil, das Buch zauberte viele Lächeln auf mein Gesicht.

Da die Charaktere alle so unterschiedlich wie liebenswert sind und sowohl spannend als auch harmonisch miteinander agieren, kommt keine Langeweile auf. Die Mischung aus ihren aktuellen und früheren Problemen, ihren Gedanken und Lösungen rund um Rabbit ließ mich Seite um Seite umblättern. Besonders hervorgehoben werden muss Rabbits Mutter Molly Hayes, die, wenn auch dreckig fluchend, alle zusammenhält. Und Johnny. Weil er da war.

Doch Rabbits Kampf, ihre Krankheit und ihre Schmerzen werden nicht unter den Tisch gekehrt. Deutlich bekommt der Leser geschildert, dass Krebs schrecklich ist. Aber die Liebe, von der Rabbit umgeben ist, hilft ihr, damit umzugehen.

Insgesamt kann ich dieses Buch also nur weiter empfehlen, wenn man eine wunderbare Geschichte um eine wundervolle Familie lesen möchte, flüssig und gut geschrieben, schmunzelnd und nachdenklich.

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!

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