Mittwoch, 19. August 2015

Jennifer Benkau: Dark Canopy



Erster Teil der Diologie Dark Canopy – Dark Destiny
Jennifer Benkau: Dark Canopy (script5, Loewe Verlag GmbH, Bindlach: 2012)

Wie ich mit allem zufrieden war




Handlung
In dem dystopischen Roman von Jennifer Benkau wird die Geschichte von Joy erzählt. Sie befindet sich in einem zukünftigen England. Die Menschen werden regiert von den Percents, menschenähnlichen Wesen, die das Sonnenlicht nicht vertragen. Deshalb wird der Himmel von ihnen verdunkelt. Die Menschen sind ihnen untertan, seit die Percents sich erfolgreich gegen sie aufgelehnt haben. Die Hauptfigur Joy lebt außerhalb der Städte in einem Rebellenclan, die der Herrschaft durch die Percents trotzen. Zum Überleben müssen sie aber regelmäßig in die nächstgelegene Stadt, um Waren zu kaufen und zu verkaufen. Bei einem ihrer Besuche wird Joys Freundin von den Percents erwischt und gefangen genommen. Als Joy zu ihrer Rettung kommt, ereilt sie das gleiche Schicksal. Fortan muss sie sich als menschliche Soldatin beweisen, die in einem Wettstreit für einen Percent auf Leben und Tod kämpfen muss.

Wenn ich an das Buch zurück denke, fällt mir als erstes ein, wie dreckig alles beschrieben wird. Kein Ort ist sauber, fließendes Wasser stellt ein Privileg dar. Sämtliche Gebäude sind baufällig und nur für das Nötigste eingerichtet. Dennoch wartet Joys Welt mit vielen verschiedenen Orten, Charakteren und Ideen auf. Mir hat gut gefallen, dass Nebenfiguren und –handlungen genauso detailgetreu und durchdacht erzählt werden wie die Hauptbelange des Romans. Die Umgebung erschien mir vollständig und mehrdimensional. Menschen sowie Percents stellen oft keine einseitigen Charaktere dar.

(grad verliehen - erstmal Collage ;-))
Joy ist sympathisch, sehr taff und ehrgeizig. Durch Momente der Schwäche fühlte ich mich der Figur nah und konnte ihre Gefühle nachvollziehen. Neél, der Percent, dem Joy zugeteilt wird, ist schwieriger zu durchschauen. Er wirkt zunächst hart und unbarmherzig, doch Joy lernt, dass hinter seiner Fassade viel mehr steckt. Alle Figuren lernen sich meiner Meinung nach im richtigen Tempo kennen. Die verschiedenen Beziehungen zwischen ihnen entwickeln sich und fallen nicht unglaubwürdig vom Himmel, egal ob Mensch oder Percent. Der Freiheitswunsch, den Joy hegt, bestimmt ihr Vorgehen. Sie will wieder aus der Stadt hinaus und zurück zu ihrem Clan. Dies ist das höhere Ziel, das sie zunächst anstrebt. 

Ich mochte das Buch wirklich sehr, weil es mich in seinen Bann gezogen hat mit den guten Beschreibungen und den nachvollziehbaren Handlungen der Figuren. Kleine Lichtblicke, zum Beispiel in der Form einer gepressten Blume, schimmern durch den heruntergekommenen Vordergrund und man liest sich durch eine Welt, die mit vielen verschiedenen Dingen aufwartet.

Weitere Gedanken zu diesem Buch: Achtung, Spoiler!


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