Freitag, 28. August 2015

Spoiler: Ursula Poznanski: Layers



Ursula Poznanski: Layers. Loewe Verlag GmbH Bindlach: 2015




Hier darf ich ja zum Glück spoilern ohne Ende ;-)
Die anderen Figuren neben Dorian haben bei mir immer genau den Eindruck erweckt, den sie erzeugen sollten. Denn zum Ende weiß man, wer nun wirklich zu den „Bösen“ gehört, und Frau Poznanski hat mich da genau wie Dorian schön an der Nase herumgeführt. Ich bin ein bisschen traurig, dass Melvin doch nicht so ein netter Kerl ist, ich mochte ihn. Im Gegensatz dazu finde ich Bornheim immer noch unheimlich :-D
Am Anfang war ich etwas irritiert, dass Dorian nicht einfach abhaut. Die Geschehnisse in der Villa und während der Aufträge wären mir persönlich ja zu undurchsichtig gewesen, um da weiter zu machen. Allerdings war ich niemals obdachlos und kann mir nicht vorstellen, wie es ist, sein zu Hause aufzugeben.
Die Beziehung zu Stella entwickelte sich sehr schnell und deswegen war es mir eigentlich nur Recht, dass wir uns zwischendurch wieder nur auf Dorian konzentrieren konnten. Das Mädchen besitzt für nicht unbedingt anziehende Eigenschaften. Aber sie wird ja trotzdem als sehr lieb, positiv und hübsch beschrieben. 

Von Layers oder Layern habe ich in der Uni schon in einigen Kursen gehört und sie ja im Grunde auch schon in anderen Formen benutzt bei bestimmten Apps. Deswegen war ich mal wieder von mir selbst überrascht, dass ich mir das so gar nicht gedacht habe, den Titelbezug. Die Brille ist, wie Nico gegen Ende erklärt, ja schon länger in der realen Entwicklung. Ich mag es sehr gerne, dass Frau Poznanski in ihren Thrillern mit der Technik spielt, die futuristisch anmutet, allerdings in der Forschung längst nichts Neues ist. Das lässt den Bezug zur Wirklichkeit zu und wandelt auf einem Grad zwischen Gegenwart und Zukunft, den ich persönlich sehr toll finde.
Manchmal hätte ich mir ein klein wenig mehr Details gewünscht, wenn Personen oder Räume eingeführt wurden. So habe ich die Geschichte wirklich sehr genossen, habe jedoch dort, wo ich die Leerstellen nicht selbst gefüllt habe, kein bestimmtes Bild von der Umgebung und den Figuren.
Trotzdem – wirklich richtig gut, das Buch! :-)


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