Montag, 7. September 2015

Spoiler: Veronica Roth: Allegiant & die Bestimmung-Trilogie

Veronica Roth: Allegiant. HarperCollins New York. 2013.

dritter Teil der Divergent-Trilogie
zum ersten Teil: Divergent
zum zweiten Teil: Insurgent

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Da sind wir nun. Für mich ist es immer ein komisches Gefühl, wenn eine Reihe zu Ende geht. Vor allem dann, wenn mir die Figuren so sehr ans Herz gewachsen sind.
Im Nachhinein finde ich die Bücher gut. Zwischendrin hat mich die rasante Geschichte etwas angestrengt, weil es keine Verschnaufpausen gab. Im zweiten Teil war ich auch mit dem Verlauf etwas überfordert. Der dritte Teil hat aber die gesamte Trilogie für mich noch einmal angehoben. Endlich erfahren wir, was es mit der Stadt auf sich hat, wie sie entstanden ist und was die Divergent tun sollen.
Total schön war das Journal von Tris‘ Mutter, das sie zu lesen bekommt. Dass sich die Beziehung zwischen Four und seiner Mutter aber so schnell stabilisiert, kam mir ungewöhnlich vor nach all der Zeit.
Okay, wenden wir uns dem einen Aspekt zu: Ich war wirklich traurig, als Tris starb. Die Autorin hat sie vorher zum Glück alle Beziehungen in Ordnung bringen lassen und somit konnte sie in Frieden gehen. Für Four tut mir das wahnsinnig leid. Ich glaube, ich habe selten mit einer anderen Figur so sehr mitgelitten, weil eine andere sterben musste. Dass Tris anstelle ihres Bruders in den Raum geht, war ethisch meiner Meinung nach völlig richtig und typisch sie. Die Anwesenheit des Leiters und seiner Pistole war dennoch nicht notwendig. Natürlich wäre es mir so viel lieber gewesen, wenn Tris überlebt hätte. Aber irgendwie ist es so auch okay. Weil es Sinn gemacht hat, wegen Caleb und des Serums. Überhaupt hat sie eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht, das hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt hat mir gut gefallen, dass Veronica Roth ihre Charaktere nicht schont. Sie landen in Rollstühlen, verlieren ihre Freunde, Familien und Partner und durchleben schreckliche Dinge. Das macht die Geschichte runder, voller, wahrer. Die wenigsten Situationen gehen für alle Beteiligten gut aus. Außerdem mag ich die Umgebungen, die einerseits praktisch angelegt sind und doch andererseits mit schönen Plätzen wie Brunnen oder Denkmälern aufwarten.
Ehrlich gesagt kommt mir das Amt irgendwie unscheinbar vor. Die Figuren erfahren, dass eine ganze Welt existiert, doch ihre Gedanken und Gefühle beschränken sich auf das Amt, selbst nachdem sie im Flugzeug geflogen sind. Sie konzentrieren sich darauf, dem Amt die Kontrolle über die Stadt zu entziehen. Das ist natürlich nachvollziehbar, da dort ihre Familien und Freunde wohnen, und ich an ihrer Stelle hätte genauso gehandelt. Ich hätte mir insgesamt einen anderen Verlauf der Geschichte vorstellen können, die mehr umfasst, einen größeren Teil der Welt. Vielleicht ist das aber auch nur meine typische Neigung nach den vielen Dystopien :-D
Was hat euch am besten oder wenigsten gefallen?


Kommentare:

  1. Hey Jessy :)
    Da du ein Kommentar bei mir hinterlassen hast, dachte ich, schaue ich auch mal bei dir rein!
    Ich gebe dir bei der Beurteilung der Bestimmungs-Trilogie in so vielem Recht! Es sind tolle Bücher, nur das Ende hat mir nicht gepasst... Wie kann die Autorin das Buch nur so enden lassen?
    Ach und dein Blog ist echt toll!
    Liebe Grüße Lauri (readinglauri.blogspot.de)

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    1. Hallo Lauri :-)
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und dein Lob! Ich freue mich sehr!
      Ja, nicht wahr? Das Ende hätte ruhig positiver ausfallen können.
      Nichtsdestotrotz tolle Bücher!
      Viel Spaß weiterhin beim Bloggen ;-)
      Liebe Grüße!

      Jessy

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